Agility to Go – Geschützter Rahmen im Alltag

Ein Prinzip zum Agilisieren von Projektmanagement ist ein „Geschützter Rahmen“: Für Projektmanager und Teammitglieder, die nach Scrum arbeiten, vielleicht eine Selbstverständlichkeit, doch auch ohne den “offiziellen” Einsatz von Scrum können Sie sich aktiv einen geschützten Rahmen schaffen, in dem Sie sich ungestört um strategisch wichtige und kreative Dinge kümmern können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in kleinen Schritten zu Ihrem geschützten Rahmen kommen! 

 

KEIN GESCHÜTZTER RAHMEN? GEFAHR FÜR DIE MOTIVATION!

 

Ohne geschützten Rahmen werden Mitarbeiter langfristig demotiviert. Es wird von ihnen erwartet schnelle, kreative Lösungen zu liefern, gleichzeitig werden Sie aber von E-Mails, kurzfristigen Anfragen, Meetings, Reportings und sonstigem Tagesgeschäft und Bürokratie überschüttet, von der Arbeit abgehalten oder ständig dabei unterbrochen.

 

Je weniger geschützten Raum und Zeit für Kreativität die Mitarbeiter haben, desto geringer wird der Output und desto länger wird die Bearbeitungszeit. Genau das Gegenteil von dem, was sich das Management erwartet. Die Folge ist meist noch mehr Druck, mehr Kontrolle, mehr Fehler… Ein Teufelskreis, der bei den Mitarbeitern, die eigentlich wollen, aber nicht gelassen werden, zu großer Demotivation führt.

 

Unter diesen Bedingungen kann weder Vertrauen noch Kreativität entstehen, zwei Grundvoraussetzungen für ein echtes Team und Innovation. Echte Innovationen und bahnbrechende Neuerungen, die dann wirklich zu wesentlicher Zeit- und Aufwandsreduktion führen würden, sind oft das Ergebnis vieler gescheiterter Versuche. Wer keine Zeit hat verschiedene Dinge auszuprobieren oder wer Angst vor Fehlern hat, wird da leider nie hinkommen. Wer zu viel versucht Risiken zu vermeiden, geht letztendlich das größte Risiko von allen ein („Risky is the new safe“). Eine Gruppe talentierter Mitarbeiter, die keine Zeit für Socializing und Storming hat, wird nie zu einem echten Team und damit nie zu Höchstform auflaufen.

 

Auch die Einführung von agilen Arbeitsmethoden braucht Zeit. Wer es nicht aushält die neuen Bergschuhe einzulaufen und gleich bei der ersten Blase auf die alten Schuhe zurückgreift wird irgendwann ohne Schuhe dastehen…

 

AGILES ARBEITEN IST KEINE FRAGE DER METHODE, SONDERN DES MINDSETS

 

Unser Agile Mindset Seminar beschränkt sich nicht auf eine einzelne Methode des agilen Projektmanagements, sondern betrachtet eine Reihe unterschiedlicher Ansätze von Scrum, KANBAN, Lean und Design Thinking. Gleichzeitig soll ein Verständnis entstehen, welches Mindset und welche organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um die jeweilige Methode erfolgreich einzusetzen. Nutzen Sie dieses Seminar, um einen umfassenden Einstieg ins agile Projektmanagement zu bekommen und lernen Sie eine neue Art des Projektmanagements kennen, das klassische und agile Methoden kombiniert!

 

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SO GELINGT EIN GESCHÜTZTER RAHMEN IM ALLTAG

 

► Tagesplanung: Jeden Morgen eine halbe Stunde im Kalender blocken für Priorisierung und Planung der Tätigkeiten des Tages. Hier entscheidet sich, ob ich Herr oder Opfer meiner Situation bin. Hier kann ich die nächsten „Oasen“ in meinem Kalender blocken.

 

► Strategie: Zeit blocken für wichtige Dinge, die langfristig strategischen Wert haben, aber kurzfristig keinen direkten Kunden. Hierunter zählen auch Dinge wie Visionsarbeit, Weiterbildung, Teambildung, Qualitätszeit mit Kollegen, etc. Strategie-Zeit ist nicht nur etwas für Führungskräfte, sondern ist elementar für die Selbst-Organisation, die wir für mehr Agilität dringend brauchen.

 

► Handyparkplatz: In Meetings und Trainings einen Handy-Parkplatz einrichten, wo ähnlich wie früher im Saloon die Waffen, gleich beim Betreten des Raumes die Handys und Laptops abgegeben werden, um sich während der Besprechungszeit und auch in den Pausen ausschließlich mit dem Thema zu beschäftigen. Am Anfang wird sich das anfühlen wie „Raucherentwöhnung“, aber schon bald wird jeder den Wert der Konzentration und der Fokussierung schätzen. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen werden davon profitieren.

 

► Der Termin mit mir selbst: Kreativität und Inspiration braucht Freiraum. Wenn wir uns diesen Freiraum nicht bewusst schaffen, werden wir einen großen Teil unseres Potentials nicht nutzen können. Dazu ist es wichtig, sich nicht nur die Zeit zu blocken, sondern auch den Ort zu gestalten bzw. zu wechseln. Also raus aus dem Büro, in ein eigenes Besprechungszimmer, in das Innovation Lab oder am besten in die Natur. Für viele scheint das vielleicht noch utopisch, aber wer agil werden will, muss ja irgendwo anfangen etwas anders zu machen!

 

Generell funktioniert ein geschützter Rahmen am besten, wenn Sie sich eine „Time-Box“ setzen, das heißt, einen zeitlichen Rahmen festlegen, wo Start und Ende bewusst gesetzt und auch eingehalten werden. Anschließend können Sie kurz reflektieren und optimieren, um Ihre persönlichen Vorlieben und Flow-Momente immer besser kennen zu lernen. Mit solchen kleinen Interventionen kann jeder sofort anfangen agiler, selbst-bestimmter und damit effektiver zu werden. Probieren Sie es aus!

 

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